Boden unter den Füßen gewinnenDownload der Unterrichtsmaterialien [pdf, 2,2 MB]
Schülerprojekt: Erkundungsweg BodenKapitel dieses Dokumentes Geschichte des Erkundungsweges und Ziele der Projektarbeit Erstellung der Karte "Bodenlehrpfad" Profilauffrischung und Vertiefende Analysen an ausgewählten Stationen Zusammenfassung Geschichte des Erkundungsweges und Ziele der ProjektarbeitDer "Erkundungsweg Boden - Rund um den Asberg" gehört zu den zentralen didaktischen Einrichtungen des regionalen Lernstandortes "Noller Schlucht" und ist eng mit dessen Gründungskonzept verbunden. über viele Jahre wurden unzählige Gruppen von Schülern unterschiedlichen Alters auf diesem bodenökologischen Lehrpfad geschult. Fast alle Schülergruppen, gehen in die Noller Schlucht zur Bearbeitung des Themas "Boden", und für viele Schüler in der Region Dissen / Osnabrück steht "Noller SChlucht" als Synonym für den Bodenlehrpfad. Da der Lehrpfad schon einige Jahre betrieben wird und aufgrund von Mittelkürzungen für Erhalt und Pflege nur wenig Kapazitäten bereit stehen, sind einige Stationen des Rundwegs in einem nicht mehr ganz optimalen Zustand. Eine Dokumentation der einzelnen Stationen mit den zugehörigen Kommentaren und übersichtsfotos kann auf der Homepage der"Noller Schlucht" eingesehen werden. Leider konnte bisherigen Nutzern und Interessenten keine exakte Karte des bodenkundlichen Rundweges zur Verügung gestellt werden. Die einzige übersicht entsprach einer Handzeichnung mit ungefährer Abschätzung der Lage der Stationen. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sollte diese Lücke geschlossen werden. Dabei sollte auch eine detailliertere Foto-Dokumentation der Stationen angestrebt werden. topErstellung der Karte "Bodenlehrpfad"Unter Zuhilfenahme aufbereiteter digitaler Detail-Luftbilder und GPS_Messungen konnte eine Karte des Bodenlehrpfades einschliesslich seiner Stationen mit bisher unerreichter Lagegenauigkeit erfasst werden. Die hin und wieder auftretende Signalschwäche des GPS-Gerätes hatte zwar kleine Datenlücken zur Folge, doch konnten diese unter Einbeziehung der Luftbildinformationen sehr leicht geschlossen werden.
Mit digitalen Luftbildern und GPS-Messungen erstellte Karte des Bodenlehrpfades Profilauffrischung und Vertiefende Analysen an ausgewählten StationenEinige Stationen wurden intensiver untersucht, um mehr über den Boden oder den Untergrund zu lernen. Dazu mussten die Profile an vielen Stationen aufgefrischt und teilweise neu freigelegt werden. Nachfolgend die die wichtigsten kommentierten Beispiele:
Löss am Südhang des Teutoburger Waldes (über Kreidekalk)
Kreidekalk am Asberg (Südkamm des Teutoburger Waldes)
Rendzina mit Fichtenmonokultur Dieser Bodentyp ist nicht Bestandteil des Rundweges. Eine Integration wäre eine lohnenswerte Bereicherung.
Station Braunerde: Die Lage am Hang führt zu einer beschleunigten selbständigen Zuschüttung des Profiks aufgrund von Krichprozessen des Oberbodens am sehr steilen Hang (sog. "Hangkriechen"). Die umstehenden Bäume bekräftigen die Beobachtung, da sie den sog. "Säbelwuchs" zeigen, d.h., sie zeigen Krümmungen zum Hang im unteren Stammbereich, um das Wegkippen aufgrund der hangabwärts gerichteten Bodenbewegung zu kompensieren. Es wird empfohlen, die gut ausgebildete Braunerde an einem weniger steilen Abschnitt zu zeigen.
Station "Lehm und Geschiebe": Die Braunerde auf Löss unterliegt der Versauerung und Podsolierung (Ausbleichung) aufgrund von saurer Nadelstreu der Fichtenmonokultur. Dies ist ein Hinweis auf nicht standortgemäße Nutzung.
Horizontabfolge eines neu angelegten Profils neben der Station "Lehm und Geschiebe": Hier wird empfohlen, die Informationstafel des Rundwegs anzupassen, da Lehm und Geschiebe nicht bodenbildend sind, sondern von der etwa 0,5 m mächtigen Lössschicht bedeckt sind. Das angelegte Profil müsste kontinuierlich am Fuße freigelegt werden, um die gewünschte Information auch am Beispiel zeigen zu können. ZusammenfassungDem Lernstandort "Noller Schlucht" konnte eine Karte für den Erkundungsweg Boden von bisher nicht gewohnter Qualität gestellt werden.
ALEXANDER STALLFORTH (GidW),
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