Flächenfraß vermeiden, Landschaft bewahren, Geld sparen
Ein nachhaltiges Flächenmanagement schont die Umwelt und stärkt im besten Fall gewachsene soziale und städtebauliche Strukturen. Dass kommunale Kämmerer dadurch auch noch jede Menge Geld einsparen könne, zeigt erneut ein kürzlich abgeschlossenes Forschungsprojekt in der Region Freiburg.
Dort taten sich im Frühjahr 2006 die Stadt Freiburg, das ortsansässige Öko-Institut sowie zehn regionale Partnerkommunen zusammen, um Potenziale für die Innenentwicklung in der Region zu ermitteln. Ein Ergebnis des Projektes „Kommunales Flächenmanagement in der Region (komreg): Die Region Freiburg könnte rund die Hälfte ihres künftigen Flächenbedarfs für Wohnungen mit bestehenden Flächenreserven decken – etwa durch die konsequente Erschließung von Baulücken oder Brachen.
Insgesamt beläuft sich das Innenentwicklungspotenzial nach Angaben des Öko-Instituts für die gesamte Region auf 1.800 Hektar. Zwar ließen sich von dieser Fläche aufgrund von ökologischen Beschränkungen und Eigentümerinteressen lediglich 400 Hektar (oder rund 525 Fußballfelder) bis zum Jahr 2030 nutzen. Alleine für die Stadt Freiburg summiert sich das Potenzial auf 230 Hektar, eine maßvolle Bebauung und eine behutsame Aktivierung vorausgesetzt.
Norbert Schröder-Klings, Leiter des Freiburger Referats für Stadtentwicklung und Bauen, wertete das als „hervorragende Perspektive für die Zukunft“. Die Projektergebnisse hätten die Erwartungen übertroffen. Sein Dienstherr, Oberbürgermeister Dieter Salomon, nannte die Ergebnisse einen „Meilenstein für die Siedlungspolitik unserer Region“. Als ein Erfolgsfaktor habe sich dabei die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten auf Augenhöhe erwiesen. Salomon: „An einem nachhaltigen Flächenmanagement und einem guten regionalen Dialog geht künftig kein Weg mehr vorbei.“
Ein zusätzlicher Ansporn seien die Kostenersparnisse. Denn das Projekt ergab auch, dass die Konzentration auf die Innenentwicklung die Stadtsäckel erheblich entlastet: Während die öffentlichen Aufwendungen für die Investition und Unterhaltung neu zu erschließender Flächen zwischen 25.000 bis 47.000 Euro je Wohneinheit liegen, betragen sie bei der Innenentwicklung lediglich gut 1.000 Euro. Der Grund: die Infrastruktur in den bereits entwickelten Gebieten ist bereits vorhanden.





